Ambulante Pflege

Leistungen der Pflegeversicherung

Menschen, die zu Hause gepflegt werden haben Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung:

Pflegegeld

erhalten Pflegebedürftige, die ihre Versorgung und Pflege selbst organisieren.

Menschen ohne eingeschränkte Alltagskompetenz:

  • Pflegestufe 0:    kein Anspruch
  • Pflegestufe I :   235€
  • Pflegestufe II:   440€
  • Pflegestufe III:  700€

Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz erhalten

  • Pflegestufe 0:   120 Euro 
  • Pflegestufe I:    305 Euro
  • Pflegestufe II:   525 Euro 
  • Pflegestufe III:  700 Euro
Pflegesachleistungen bei professioneller Pflege
(z. B. durch den Ambulanten Pflegedienst des ASB)

Menschen ohne eingeschränkte Alltagskompetenz:

  • Pflegestufe 0:  kein Anspruch
  • Pflegestufe I:   bis zu 450€
  • Pflegestufe II:  bis zu 1.100€
  • Pflegestufe III: bis zu 1.550€

Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz

  • Pflegestufe 0:  bis zu 225 Euro
  • Pflegestufe I:   bis zu 665 Euro 
  • Pflegestufe II:  bis zu 1.250 Euro 
  • Pflegestufe III: bis zu 1.550 Euro 
Professionelle Pflege plus Pflegegeld

Der Pflegebedürftige kann einen Teil der Leistungen durch einen ambulanten Pflegedienst er­brin­gen lassen und einen Teil selbst organisieren. Die Geldleistung wird dann jeweils um den Pro­zent­satz gekürzt, mit dem die Sachleistung in Anspruch genommen wurde. 
Unsere Pflegedienstleitungen berechnen Ihnen gern individuelle Beispiele. 

Verhinderung der Pflegeperson

Kann die Pflegeperson z. B. aufgrund einer Krankheit oder wegen eines Urlaubs den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen nicht pflegen, übernimmt die Pflegekasse bis zu vier Wochen pro Jahr die Kosten für eine Ersatzpflege in Höhe von bis zu 1550 Euro. 

Kurzzeitpflege

Kann die Pflege zu Hause zeitweise nicht erbracht werden, zum Beispiel im Anschluss an einen Kran­ken­haus­auf­ent­halt des Pflegebedürftigen oder in Krisensituationen, in denen die Pflege nicht möglich ist, besteht Anspruch auf Kurzzeitpflege. Der Anspruch auf Kurzzeitpflege ist auf vier Wochen pro Kalenderjahr und eine Summe von bis zu 1550 Euro beschränkt.

Pflegehilfsmittel und technische Hilfen

Pflegehilfsmittel werden von den Pflegekassen leihweise überlassen, wenn dadurch die Pflege erleichtern werden kann oder die Beschwerden des Pflegebedürftigen gelindert werden können. Die Pflegekasse überprüft die Notwendigkeit der Versorgung mit den beantragten Pfle­ge­hilfs­mit­teln unter Beteiligung einer Pflegefachkraft oder des Medzinischen Dienstes. 

Beispiele für Pflegehilfsmittel: Elektrisch verstellbare Pflegebetten, Badewannen-Lifter, To­i­let­ten­sitz­er­höh­ung/Toilettenstuhl 

Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes: Die Pflegekassen gewähren im Einzelfall Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes. Je nach Einkommen des Pflegebedürftigen kann ein Eigenanteil verlangt werden. Beispiele für solche Verbesserungen sind: Ersetzen der Badewanne durch eine bodengleiche Dusche mit Klappsitz, Verbreitern der Tü­ren, Anbringen von Rampen oder Liften, Anbringen von Haltegriffen 

Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel: Auch für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel wie Bett­schutz­ein­la­gen, Inkontinenzartikel oder Einmal-Handschuhe gewähren die Pflegekassen mo­nat­liche Zuschüsse. 

Hausnotruf: Der Hausnotruf ermöglicht Pflegebedürftigen die Verbindung zu einer Haus­not­ruf­zen­tra­le, die im Bedarfsfall schnelle Hilfe organisiert. Die Pflegekassen übernehmen auf Antrag die monatliche Grundgebühr sowie die Kosten für die Bereitstellung des Hausnotrufgerätes. 
Lassen Sie sich vom ASB beraten.
 

Weitere Informationen zum ASB-Hausnotruf finden Sie auch unter Hausnotruf

Gern berät Sie die ASB-Pflegedienstleitung zu allen Fragen bezüglich Pflegehilfsmitteln und technische Hilfen und unterstützt Sie bei Bedarf bei der Beantragung. 

Soziale Sicherung der Pflegeperson

Die Pflegekassen entrichten Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, wenn die Pfle­ge­per­son regelmäßig nicht mehr als dreißig Stunden wöchentlich erwerbstätig ist. Leistungen zur so­zi­a­len Sicherung erhalten Pflegepersonen nur dann, wenn sie einen Pflegebedürftigen mindestens 14 Stunden wöchentlich zu Hause pflegen. Bei der Feststellung der Mindeststundenzahl wird nicht nur die Arbeitszeit gerecht, die auf Grund­pflege und hauswirtschaftliche Versorgung entfällt und für die Feststellung des Grades der Pfle­ge­be­dürf­tig­keit erforderlich ist, sondern auch die Zeit, die benötigt wird für ergänzende Pflege und Betreuung. Das kann auch Begleitung bei Behördenangelegenheiten, Begleitung bei kul­tu­rel­len Veranstaltungen, Unterstützung bei Verwaltungsangelegenheiten, Blumen gießen oder Rei­ni­gen des Vogelkäfigs sein. 

Zusätzliche Betreuungsleistungen

Hilfs- und Pflegebedürftige, die zum Beispiel aufgrund einer Demenzerkrankung erhebliche Ein­schrän­kun­gen in den Alltagskompetenzen haben, können Betreuungsleistungen in Höhe von 1200 bis 2400 Euro jährlich in Anspruch nehmen. Dies ist auch ohne Pflegestufe möglich, wenn eine Begutachtung durch den medizinischen Dienst einen Betreuungsbedarf ergibt. Unsere Pflegedienstleitung berät Sie gern. 

Pflegekurse

Schulungskurse und Schulungen für pflegende Angehörige bei Pflegebedürftigen zu Hause wer­den von den Pflegekassen kostenlos angeboten.